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Das Land ist Gemeineigentum, dessen Raub
durch Einzelne zum Privatrecht geführt hat

Kurzgeschichte des Bodenrechtes

In den Anfängen unserer Zivilisation war die Nutzung des Bodens eine gemeinschaftliche Angelegenheit. 'Mein' und 'Dein' traten gegenüber dem 'Wir' in den Hintergrund. Die Menschen waren in der Lage, zusammen Wälder zu roden oder gemeinsam ihr Revier zu verteidigen. Kulturen, die heute noch mit ihrer Mitwelt stark verbunden sind wie beispielsweise die Indianer, zeigen gegenüber unserer Denkweise als " zivilisierte" Völker ihr Unverständnis. So fragt Häuptling Tecumseh: "Das Land verkaufen? Warum nicht die Luft und das Meer? Hat nicht der Grosse Geist all das zum Wohle seiner Kinder geschaffen?"
(weitere Beispiele siehe www.berndsenf.de/pdf/Weisheitderindiander.pdf)

Auch das alemannische Bodenrecht, das in den Urkantonen der Schweiz in Form von Allmeinden oder Allmenden und Genossamen bis in die heutige Zeit überlebte, kannte noch Alternativen im Umgang mit dem Boden.

Seit sich jedoch das römische Recht fast auf dem gesamten Globus ausbreitet, kommt dem Privateigentum ("privare" = lateinisch "berauben"!) die zentrale Bedeutung zu. Das Eigentumsrecht wurde von den reinen Herstellungsgütern auch auf "Schöpfungsleistungen", auf Naturgüter wie den Boden, ausgedehnt. Im Jahr 2000 wurde von der WTO festgelegt, dass sogar das Wasser ein Handelsgut sei! Die in Zeiten um Christi Geburt üblichen Formen der Landnahme durch Eroberungen und Kriege sind somit bis heute Ausdruck des menschlichen Miteinanders. Wenn jetzt vermehrt Boden "gekauft" wird, kann dies gegenüber den Mittellosen (zum Beispiel Urbevölkerungen) auch als Krieg mit anderen Waffen bezeichnet werden. Wer Geld hat, kann Land kaufen und dadurch die Bodennutzer, letztlich die ganze Bevölkerung, zur Kasse bitten.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Boden zunehmend zum beliebten Spekulationsobjekt für die kapitalistisch organisierten Pensionskassen. Diese suchen gemäss gesetzlicher Vorschrift weltweit nach sicheren Anlagen. Durch die Spekulation wird der Boden immer teurer. Die zentrale Abhängigkeit des Menschen vom Boden als Lebensgrundlage für seine Existenz, aber auch für das gesellschaftliche Leben - Wohnen, Arbeiten und Erholung - fordert dazu auf, den aktuellen Zustand zu überdenken.

Denker aller Zeiten beklagten die Ungerechtigkeit des bestehenden Bodenrechts: Ambrosius, Thomas von Aquin, John Stuart Mill, Henry George, Leo Tolstoj, Leon Walras, Pierre Joseph Proudhon, Silvio Gesell, Adolf Damaschke, Hans Bernoulli, Werner Rosenberger, Werner Schmid, Fritz Schwarz und Fritz Andres. Einige der Autoren stellen wir unter "Köpfe der Bodenreform" vor.

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