| 1984 |
Heinz Girschweiler
präsentiert seine Idee einer freiwirtschaftlichen Stiftung
zuerst Paul Gysin, dem Gründer der Schweizerischen Freiwirtschaftlichen
Bibliothek und anschliessend der Geschäftsleitung der LSPS
(Liberalsozialistische Partei Schweiz, Vorgängerorganisation
der INWO Schweiz). Die Idee stösst auf Zustimmung.
Einzelne Stimmen warnen vor einer "Vielzweckstiftung". |
| 1986
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Auf dem Notariat Uster wird
die NWO-Stiftung für natürliche Wirtschaftsordnung gegründet.
Paul Gysin ist der Stifter. Das Vermögen besteht aus seiner
rund 4'000 Bände umfassenden Schweiz. Freiwirtschaftlichen
Bibliothek sowie aus einer Barschaft von 10'000 Franken
zu deren Unterhalt.
Der Stiftungszweck gemäss
Statut:"Die Stiftung bezweckt die Förderung von Ideen und
Aktivitäten, die zu einer natürlichen Wirtschaftsordnung
im Sinne der Ideen des Wirtschafts- und Sozialreformers
Silvio Gesell (1862-1930) und deren Weiterentwicklung beitragen.
Insbesondere erstrebt sie ein Bodenrecht, das die Grundrente
der Allgemeinheit zufliessen lässt und eine Wirtschaftsordnung,
die das arbeitsfreie Einkommen stetig verringert. Die Wirtschaft
hat die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Umwelt
zu schützen
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| 1988 |
Mit
dem Schweiz. Wirtschaftsarchiv in Basel (Wirtschaftswissenschaftl.
Zentrum) wird ein Depositumvertrag für die Freiwirtsch. Bibliothek
abgeschlossen. Die Bücherbestände werden von San Pietro di
Stabio im Tessin nach Basel übergeführt. Nach 20 Jahren fallen
die Bestände voraussichtlich ins Eigentum des WWZ. |
| 1989
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Die
Stiftung gelangt durch einen Schenkungsvertrag in den Besitz
einer Wohnbauparzelle von 800 Quadratmetern Fläche in Hölstein
BL. Die Schenkenden behalten ein lebenslanges Nutzungsrecht.
Das Grundstück soll zum Grundstock für einen Bodenfonds der
Stiftung werden. |
| 1991 |
Die
Bibliothek ist definitiv in Basel eingerichtet. |
| 1992 |
Die Stiftung übernimmt
die Hinterlassenschaft der Satiz. Sie besteht zur Hauptsache
aus einem Vermögen von rund 90'000 Franken, das als zinsfreie
bzw. zinsgünstige Darlehen in Umlauf ist. Satiz steht für
"Schweiz.Arbeitgemeinschaft Theseus Interessenten Zürich".
Sie wurde von Max R. Suter gegründet. Die Stiftung NWO richtet
einen Bodenfonds ein: Geschenkte oder erworbene Grundstücke
werden im Baurecht abgegeben. |
| 1993 |
Paul Gysin, der
Stifter, stirbt am 14.Mai in seinem Tessiner Heim im Alter
von 82 Jahren. |
| 1997 |
Erste offizielle
Kontaktaufnahme mit der Anna-Maria-und-Karl-Kramer-Stiftung.
Der Austausch von Stiftungsräten kommt nicht zu Stande. |
| 1998
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Die Bestände der
Bibliothek in Basel werden fachmännisch und nach neusten Erkenntnissen
katalogisiert. Die Stiftung bezahlt diese Arbeiten mit 10'000
Franken. |
| 2002 |
In Egliswil AG
erwirbt die Stiftung eine überbaute Parzelle. Das Haus gehört
dem Bewohner. Er erhält den Boden dazu von der Stiftung im
Baurecht. |
| 2004 |
In Hölstein BL
wird gebaut. Auf der Parzelle errichten zwei Familien aus
der Region Basel ein Doppel-Einfamilienhaus. Die NWO-Stiftung
gewährt ihnen ein Baurecht für 80 Jahre mit klar kalkulierbarem
Baurechtszins. |
| 2005 |
Bezug der beiden
Baurechtshäuser in Hölstein. |
| 2007 |
Die Stiftung baut eine eigene
Homepage auf. Sie soll bodenpolitische Aktivitäten aufgreifen
und kommentieren, Grundlagen zu Bodenreform und Baurechtsverträgen
vermitteln und die Verbindungen zu verwandten Organisationen
aufzeigen.
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| 2008 |
Die Stiftungen
NWO und Belcampo nehmen Gespräche zu einer möglichen Zusammenarbeit
auf. Die Zielsetzungen der beiden Organisationen sind sehr
ähnlich. |
| 2010 |
Die
NWO-Stiftung und die Stiftung Belcampo fusionieren zur NWO-Stiftung
Belcampo. Das Stiftungsstatut wird angepasst. Die Stiftungsräte
Marianne Kunz-Tapernoux und Alfred von Euw von Belcampo treten
in den neuen, gemeinsamen Stiftungsrat ein. Dieser kann heute
5 bis 12 Mitglieder zählen (bisher 5 bis 9). Aktuell sind
es 8 Mitglieder. |
| 2011 |
Die Fusion der Siftungen "Bel Campo" und "NWO - für natürliche Wirtschaftsordnung" ist perfekt. Am 21. Juni verfügt die Stiftungsaufsicht die Fusion, am 12. September ist sie im Handelsregister des Kantons Schwyz eingetragen. Fusioniert haben auch die Namen der beiden Vorgängerstifungen. Sie heissen künftig gemeinsam "NWO-Stiftung Belcampo".
Die neue Stiftung bereitet intensiv eine öffentliche Tagung zum Thema Eigentum vor. Sie findet am 28. Januar 2012 im Campus Muristalden in Bern statt. Namhafte Referenten und Workshopleiter haben ihr Mitmachen zugesagt. Sie präsentieren und diskutieren mit den Teilnehmern alternative Eigentumsmodelle.
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