NWO-Stiftung Belcampo





AKTUELL / HOME
__________

IDEE
  Kernaussagen Bodenrecht
  Kurzgeschichte Bodenrecht

 
 Aufgabe und Ziel
 
Angebote
__________

KÖPFE

__________

STIFTUNG

  Geschichte
  Bodenfonds
  Stiftungsrat
  Jahresberichte
__________

BAURECHTSVERTRAG
__________

BIBLIOTHEK
__________

BÜCHER
__________

KONTAKT
__________

ARCHIV  

__________

LINKS
__________



Unser Boden - bist du Eigentümer oder bezahlst du Miete?

Dokumente

2010

Einstiger Hoffnungsträger Bruno Gehrig

Als junger Nationalökonom war Bruno Gehrig ein Hoffnungsträger. Als aufgeschlossener Direktor der Nationalbank machte er den Anschein, als könnte er das Verständnis der Schweizer vom Geld und dessen Funktionieren in positivem Sinne weiterentwickeln. Das ist offensichtlich lange her, wie ein grosses Jahresend-Interview im "Tages-Anzeiger" vom 24. Dezember 1999 zeigt. Gealtert und offensichtlich von seiner Verwaltungsratskarriere geprägt, gibt Gehrig einen Gemeinplatz um den anderen von sich und zeigt sich als treuer Bewahrer der Interessen der Wirtschaftselite. Manager-Boni, Abzocker-Initiative? - "Es braucht keine gesetzlichen Regelungen und neuen Steuern. Ich glaube nicht, dass staatlicher Zwang nötig ist." Zuverlässigkeit des Finanzmarktes? "Die Nachfrage nach Geld hat weltweit tatsächlich enorm zugenommen... Der Finanzmarkt hat sich eben auch überraschend entwickelt." Filz in den grossen Schweizer Verwaltungsräten, wo wenige Mitglieder übers Kreuz in verschiedenen Topgremien sitzen? - "Nein, Filz ist das nicht." Sollte der Flughafen Zürich ausgebaut werden? - "...deshalb muss eine Parallelpiste eine Option sein für die Zukunft - genauso wie eine Verlängerung der Pisten 28 und 32. Zu Spitzenzeiten während des Tages sollten zudem auch Abflüge Richtung Süden geradeaus möglich sein.... Moderates Wachstum muss möglich sein." Und so weiter, und so fort. Wachstum über alles, und möglichst keine keine politischen Leitplanken für die Wirtschaft. Das ist die heutige Botschaft des Präsidenten der nationalen Fluggesellschaft, Vizepräsident von Roche und VR-Mitglied der UBS. Nein, Neues ist da nicht mehr zu erwarten. Und eben: Der einstige Nationalbankdirektor ist offensichtlich erstaunt, dass das Finanzsystem von Zeit zu Zeit kollabiert...

261210 nwo

Nicht Obama, sondern der Kapitalismus ist das Problem

Die grossen Erwartungen, mit denen Obamas Wahl zum US-Präsidenten verbunden waren, sowie die zunehmende Enttäuschung darüber, wie wenig es Obama bisher gelungen ist, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, zeigen, wie naiv und blauäugig die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande offensichtlich immer noch ist. Denn das eigentliche Grundproblem ist nicht Obama, sondern der Kapitalismus, dieses absurde, von inneren Widerspruüchen nur so strotzende und in seinen Grundprinzipien - Ausbeutung von Mensch und Natur, endloses Wachstum, soziale Umverteilung und Polarisierung - letzlich auf Zerstörung ausgerichtete Wirtschaftssystem. Solange nicht dieses System als Ganzes einer radikalen Erneuerung unterzogen wird, kann sich auch der beste, fähigste und intelligenteste US-Präsident alle Beine aus dem Leib strampeln - die Probleme, die er am einen Ort zu lösen scheint, werden an anderen Orten nur umso drastischer zutage treten. Statt sich weiterhin in der Illusion zu wiegen, innerhalb des Kapitalismus wäre eine weltweit friedliche und gerechte Gesellschaftsordnung zu verwirklichen, sollten wir endlich den Mut haben, uns einzugestehen, dass der Kapitalismus genauso gescheiteret ist wie der Kommunismus und dass es allerhöchste Zeig gewordn ist, den Aufbau einer von Grund auf neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in Angriff zu nehmen.

Leserbrief von Peter Sutter, Buchs SG, im "Tages-Anzeiger", siehe auch: www.anderewelt.ch

Wer ist ewiggestrig?

Betrachten wir die katastrophalen weltweiten Folgen des kapitalistischen Wirtschaftssystems von der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich bis zum klobal drohenden Umweltkollaps, so kann es gar nichts Besseres geben als eine Partei, welche die Überwindung des Kapitalismus zum Ziel hat. Ewiggestrig sind nicht die, welche den Kapitalismus überwinden wollen, sondern die, welche wider alle Vernunft an ihm festhalten wollen.

Leserbrief von Peter Sutter, Buchs SG, im "Tages-Anzeiger" zum neuen SP-Parteiprogramm

Guthaben und Schulden

Der Artikel "Die Reichen unter der Lupe" ist sehr aufschlussreich, klärt vieles. Nur eine wichtige Frage fehlt: Woher kommt der Ertrag und damit der Zuwachs der Vermögen? Sich automatisch vermehrendes Vermögen gibt es nicht. Selbst Leohard Burkhardt wundert sich darüber, dass sich sein Vermögen ohne eigenes Zutun vermehrt, findet es "irgendwie ungerecht". Die Guthaben der einen sind die Schulden der anderen. Und Schuldzinsen, Dividenden, Gewinne sind Bestandteil der Kosten beziehungsweise der Preise der Produkte, welche gehandelt, verkauft werden. Das heisst, dass der Vermögensertrag der 3 Prozent Steuerpflichtigen, welche die Hälfte des Vermögens besitzen, von den 97 Prozent anderen bezahlt wird. Dass immer mehr Menschen dies "irgendwie ungerecht" finden, ist verständlich und hat mit Neid nichts zu tun.

Leserbrief von Othmar Metzger, Stallikon, in der NZZ am Sonntag vom 7.11.2010

Was ist mit unserm Boden?

Ernst Waldemar Weber, ein Berner Musikpädagoge mit reicher Lebenserfahrung, legt eine gut 60-seitige Schrift zur Bodenrechtsfrage vor. Die Titelseite zeigt das Albert-Anker-Bild Zinstag. Ein Bauer zählt seinem Grundherrn in dessen Kontor die sauer verdienten Münzen auf den Tisch - eine Szene, wie sie von Fritz Schwarz in seinen Jugenderinnerungen eindrücklich beschrieben worden ist. Weber klärt den Eigentumsbegriff, weist auf die Sonderfälle Boden und Geistiges Eigentum hin, zeichnet die Entwicklung des Schweizer Bodenmarktes nach und plädiert eindringlich für den Boden als Gemeingut. Der Autor geht weit in die Geschichte zurück und beschreibt die fatale Entwicklung der privaten Bodenbesitznahme. Er referiert die wichtigsten Reformmodelle, geht auf die bodenpolitschen Vorstösse in der Schweiz von der Jungbauerninitiative bis zur Leidensgeschichte der Motion Ruffy für eine Bodenpreis-Statistik ein. Er weitet dann den Blick auf die Krise des Kapitalismus und die Tendenzen zu einem neuen Bodenkolonialismus durch Multis in der Dritten Welt. Eindringlich fordert Ernst Waldemar Weber zum Schluss die Wiederaufnahme der eingeschlafenen bodenpolitischen Diskussion in der Schweiz. Es soll nach Meinung des Autors eine Diskussion ohne Denkverbote werden. Die eingängig geschriebene Broschüre ist wachen Köpfen sehr zu empfehlen.

Sie kann beim Eigenverlag des Autors, verlag ceterum censeo. Haldenau 20, 3074 Muri, bezogen werden.

151010 nwo

Kaptialismus in Gefahr

Die Verunsicherung bei den Verfechtern des bisherigen Weltwirtschaftssystems ist gross. "Kapitalistisches System in Gefahr" - so liess sich Natioanlbank-Präsident Philipp Hildebrand in der SonntagsZeitung vom 31. Januar 2010 zitieren. Und in der gleichen Zeitung sagt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, "die Politik muss sich gegen die Banken durchsetzen". Da dämmert offensichtlich einigen einiges. Doch besteht einmal mehr die Gefahr, dass man in populistischer Art nach Sündenböcken sucht und sie findet. Dabei sind die horrenden Boni für zweifelhafte Leistungen von Bankmanagern und all die virtuellen Fantasieprodukte, mit denen Kapitalisten von den Bankinstituten gelockt werden, lediglich Ausdruck der Systemlüge. Und die deckt bisher kaum jemand auf. Die grosse kapitalistische Lüge besteht darin, den Grosskapitalisten wie der kleinen Frau und dem kleinen Mann von der Strasse zu suggerieren, Geld arbeite. Geld arbeitet nie und es vermehrt sich nicht von selbst. Immer sind es Menschen, die für den Reichtum anderer Menschen den Rücken krumm machen, es ist die Gesellschaft, die Leistungen erbringt oder es ist die Natur, die geschändet statt verantwortungsvoll genutzt wird. Was der Grosse zu gigantischen Geldbergen anhäuft, fehlt Millionen von Kleinen für das Lebensnotwendigste. Was Not tut, ist diese Einsicht. Erst sie ermöglicht es, eine Geld- und Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus aufzubauen, welche von realistischen Voraussetzungen ausgeht: Jede Gesellschaft braucht ein gewisses Mass an Egalität, um nicht auseinander zu brechen, und kein Baum wächst in den Himmel. Folglich müssen Mechanismen entwickelt werden, welche die ungleiche Verteilung der Güter eindämmen. Und eine Wirtschaft der Zukunft darf Mensch und Lebensgrundlagen nicht mehr dermassen überfordern, wie es der Zinseszins-Kapitalismus mit seinen exponentiellen Umsatz- und Gewinnzwängen seit langer Zeit tut. In diesem Sinne ist der Kapitalismus - hoffentlich - endlich in Gefahr. Die grosse Mehrheit der Verlierer unter seinem Regime wird ihm - wenn ihnen denn die Augen wirklich aufgehen - keine Träne nachweinen.

060210nwo

Kaptialismus in Gefahr

Die Verunsicherung bei den Verfechtern des bisherigen Weltwirtschaftssystems ist gross. "Kapitalistisches System in Gefahr" - so liess sich Natioanlbank-Präsident Philipp Hildebrand in der SonntagZeitung vom 31. Januar zitieren. Und in der gleichen Zeitung sagt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, "die Politik muss sich gegen die Banken durchsetzen". Da dämmert offensichtlich einigen einiges. Doch besteht einmal mehr die Gefahr, dass man in populistischer Art nach Sündenböcken sucht und sie findet. Dabei sind die horrenden Boni für zweifelhafte Leistungen von Bankmanagern und all die virtuellen Fantasieprodukte, mit denen Kapitalisten von den Bankinstituten gelockt werden, lediglich Ausdruck der Systemlüge. Und die deckt bisher kaum jemand auf. Die grosse kapitalistische Lüge besteht darin, den Grosskapitalisten wie der kleinen Frau und dem kleinen Mann von der Strasse zu suggerieren, Geld arbeite. Geld arbeitet nie und es vermehrt sich nicht von selbst. Immer sind es Menschen, die für den Reichtum anderer Menschen den Rücken krumm machen, es ist die Gesellschaft, die Leistungen erbringt oder es ist die Natur, die geschändet statt verantwortungsvoll genutzt wird. Was der Grosse zu gigantischen Geldbergen anhäuft, fehlt Millionen von Kleinen für das Lebensnotwendigste. Was Not tut, ist diese Einsicht. Erst sie ermöglicht es, eine Geld- und Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus aufzubauen, welche von realistischen Voraussetzungen ausgeht: Jede Gesellschaft braucht ein gewisses Mass an Egalität, um nicht auseinander zu brechen, und kein Baum wächst in den Himmel. Folglich müssen Mechanismen entwickelt werden, welche die ungleiche Verteilung der Güter eindämmen. Und eine Wirtschaft der Zukunft darf Mensch und Lebensgrundlagen nicht mehr dermassen überfordern, wie es der Zinseszins-Kapitalismus mit seinen exponentiellen Umsatz- und Gewinnzwängen seit langer Zeit tut. In diesem Sinne ist der Kapitalismus - hoffentlich - endlich in Gefahr. Die grosse Mehrheit der Verlierer unter seinem Regime wird ihm - wenn ihnen denn die Augen wirklich aufgehen - keine Träne nachweinen.

060210nwo

Hannes Ammann gestorben

In seinem 81. Altersjahr ist in Adliswil Hannes Ammann-Kreundl gestorben. Er erlag den schweren Verletzungen, die ihm bei einem schweren Verkehrsunfall kurz vor Weihnachten zugefügt worden sind. Hannes Ammann setzte sich ein Leben lang für das freiwirtschaftliche Gedankengut ein, mit dem ihn sein Vater schon früh vertraut gemacht hatte. Hannes Ammann engagierte sich in der Schweizerischen Freiwirtschaftlichen Bewegung als langjähriges Vorstandsmitglied. 1986 gehörte er auch zu den Gründern der NWO-Stiftung für natürliche Wirtschaftsordnung. Er diente unserer Stiftung während mehr als zwei Jahrzehnten als umsichtiger Kassier. Daneben war ihm das Aufarbeiten und Ergänzen der Schweizerischen Freiwirtschaftlichen Bibliothek ein grosses Anliegen. Er unterstützte und förderte deren Platzierung im Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum (WWZ) der Uni Basel und setzte sich stark für die fachgerechte Katalogisierung ein. Die Freiwirtschaftliche Bewegung der Schweiz verliert mit Hannnes Ammann einen ihrer führenden Köpfe und die NWO-Stiftung einen initiativen Stiftungsrat, Weggefährten und Freund.

060210nwo

Werner Rosenberger 85

Der Schweizer Freiwirtschafter Werner Rosenberger konnte kürzlich in bester geistiger Frische seinen 85. Geburtstag feiern. Der Jubilar stiess - damals als Praktikant am Lehrerseminar - bei brillanten Liberalsozialisten Werner Schmid in Zürich auf das freiwirtschaftliche Gedankengut. Es hat ihn ein Legen lang begleitet. Er gehörte seinerzeit dem Zürcher Jugendparlament an. Später engagierte er sich im Vorstand der Liberalsozialistischen Partei der Schweiz (LSPS). Werner Rosenberger war der Hauptautor von deren letztem Parteiprogramm, das 1986 herauskam und dem der bekannte Schweizer Publizist Hans Tschäni Weitsicht und grossen Gemeinsinn attestierte. Nach Auflösung der Partei präsidierte Rosenberger eine Zeitlang die Inwo International. Daneben war er stets ein gefragter, temperamtevoller Refernt zu Geld- und Bodenrechtsfragen. Seit deren Gründung im Jahre 1986 ist Rosenbgerger Stiftungsrat der NWO-Stiftung für natürliche Wirtschaftsordnung.

250110nwo

Zwei Bodenrechtsstiftungen fusionieren

Die NWO-Stiftung für natürliche Wirtschaftsordnung und die Stiftung Belcampo, beide mit Sitz in Freienbach SZ, fusionieren. Bereits im letzten Frühling haben die Stiftungsräte der beiden ideell verwandten Organisationen den Zusammenschluss der beiden Stiftungen prinzipiell beschlossen. Auf dem Weg zur Fusion sind allerdings einige administrative Hürden zu überwinden. Unter Mithilfe der eidgenössischen Stiftungsaufsicht in Didier Burkhalters Direktion des Innern erarbeiten die beiden Stiftungsräte gegenwärtig die erforderlichen Dokumente. An ihrer gemeinsamen Sitzung von Ende März soll die Fusion dann auch formell hieb- und stichfest beschlossen werden. Nach der Genehmigung der Fusion durch die Aufsichtsbehörde soll die Fusion rückwirkend auf den 1.Januar 2010 in Kraft treten. Die beiden Stiftungen Belcampo (1985) und NWO (1986) wurden unabhängig voneinander vor einem Vierteljahrhundert gegründet. Beide propagieren ein soziales Bodenrecht mit Gemeineigentum und privater, genossenschaftlicher und gewerblicher Nutzung. Entsprechend ihren Grundsätzen geben die beiden Stiftungen ihre Grundstücke im Baurecht an Interessierte ab. Gegenwärtig haben die beiden Stiftungen zusammen vier Baurechtsparzellen. Nach der Fusion schliessen sich die beiden Stiftungsräte zusammen. Der neue Name gemeinsame Name lautet NWO-Stiftung BELCAMPO. Noch offen ist der künftige Stiftungssitz. Die fusionierte Stiftung wird einen neuen Anlauf zur Steuerbefreiung nehmen. Bei der Gründung der beiden Stiftungen waren Stiftungen mit politischem Einschlag in den meisten Kantonen nicht steuerbefreit. Seither haben sich die Verhältnisse aber zum Teil geändert, so dass ein neuer Anlauf angezeigt ist.

250110nwo

 

Zurück zum Seitenanfang

Zurück zum Archiv