NWO-Stiftung Belcampo





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Dokumente

2015

Gemeinwirtschaftsideen feiern ein Comeback

Autorin Ursula Binggeli, PDF 2.06MB zum Runterladen / Lesen

nwo

NWO-Stiftung Belcampo unterstützt Wohnbauprojekt
im Emmental

Der Stiftungsrat der NWO-Stiftung Belcampo hat beschlossen, sich mit 250 000 Franken am Kauf von Bauland in Trubschachen BE zu beteiligen. Lokale Initianten wollen an der Sonnhalde, am westlichen Dorfrand gelegen, eine ökologisch und sozial vorbildliche Siedlung mit rund einem Dutzend Wohneinheiten erstellen. Trägerin des Neubaus soll eine noch zu gründende Genossenschaft sein, welche den Boden langfristig im Baurecht übernehmen wird. Teil des Projekts ist ein kleiner angrenzender Bauernhof mit nochmals 5 Wohnungen. Er soll ins Leben der künftigen Bewohner einbezogen sein. Die Initianten haben sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit den künftigen Bewohnern und Fachleuten aus verschiedenen Sparten ein Siedlungskonzept nach ökologischen und sozialen Prinzipien zu entwickeln, welchen der Suffizienzgedanke zu Grunde liegt. Der Realisierungsprozess soll Vorbildcharakter für weitere ähnliche Initiativen im ländlichen Raum bekommen. Vorgesehen ist, die Neubauten in Holzbauweise mit dem Rohstoff aus den heimischen Emmentaler Wäldern zu erstellen. Die Initianten rechnen mit einem Realisierungszeitraum von rund fünf Jahren. Die Mittel für das finanzielle Engagement der NWO-Stiftung Belcampo stammen aus einem Legat.

191015 nwo

Richtig rechnen in der Wirtschaft

Der süddeutsche Biogärtner und Unternehmer Christian Hiss schlägt in seinem Buch "Richtig rechnen! Durch die Reform der Finanzbuchhaltung zur ökologisch-ölonomischen Wende" eine neue Rechnungsmethode für den Erfolg von Wirtschaftsunternehmen vor. Statt nur die eigentlichen Betriebsmittel und die Produkte der Arbeit in die Rechnung einzubeziehen, sollen künftig auch die vollen sozialen und ökologischen Kosten mit einbezogen werden. Ein Beispiel aus der Landwirtschaft: Ein Hof, der den Samen für seine Feldfrüchte selber produziert, der Lehrlinge ausbildet und die Qualität des Bodens durch sorgsamen Umgang bewahrt, bekommt durch die umfassende Buchhaltung einen höheren Wert als der gleich grosse Nachbarbetrieb, der das Saatgut von den Agrarmultis bezieht, billige ungelernte ausländische Arbeitskräfte beschäftigt und den Boden mit Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungmitteln traktiert. Hiss hat einen breiten Kriterienkatalog für die neue Art zu rechnen entwickelt. Ziel ist es, dank der umfassenden Betrachtungsweise eine Wirtschaftstätigkeit ohne Raubbau  zu erzielen. Hiss will in seinem Umfeld der Regionalwert AG in Freiburg im Br. erste praktische Versuche mit einer solchen Buchhaltung unternehmen. Deutsche Unternehmerkreise haben positiv auf Hiss' Vorschläge reagiert. Das gut leserliche Büchlein ist allen zu empfehlen, die an die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Wende zu echter Nachhaltigkeit interessiert sind.

Christian Hiss: Richtig rechnen! Durch die Reform der Finanzbuchhaltung zur ökologisch-ökonomischen Wende. Oekom-Verlag München 2015. ISBN 978-3-86581-749

190815 nwo

Solidarwirtschaft

Der Ökonom Matthias Wiesmann legt mit seinem Buch "Solidarwirtschaft" eine gründliche Analyse des heutigen Wirtschaftsgeschehens vor. Er unterscheidet zwischen Realwirtschaft und Parawirtschaft - mit Letzterer meint er die hoch spekulativen Finanztransaktionen und Spekulationen in luftleeren Räumen, die von Zeit zu Zeit dann in Form von Einbrüchen und Krisen auf die Realwirtschaft durchschlagen. Er plädiert für eine Wirtschaft mit gesellschaftlicher Verantwortung. Dazu sei eine Abkehr vom aktuellen Ökonomismus hin zu wirtschaftlicher Vernunft nötig. Mit dieser Vernunft meint der Autor die Einsicht, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen können und demnach eine Wirtschaft mit stets progressivem Wachstum ein Ding der Unmöglichkeit ist. Matthias Wiesmann orientiert sich in den Grundzügen an Rudolf Steiners Dreigliederung des sozialen Organismus mit einem auf Gleichheit beruhenden Rechtsleben, einem freien Geistesleben und einer solidarischen Wirtschaftsweise, in deren Entscheidungsprozesse alle Betroffenen einbezogen werden sollen. Das sehr informative, sorgfältig formulierte, mit vielen praktischen Beispielen aus der Erlebniswelt eines reichen Berufslebens angereicherte und mit vielen Querbezügen und einer umfangreichen Literaturliste versehene Buch ist als anregende Lektüre Suchenden unterwegs zu einer Gemeinmwohl-orientierten Wirtschaft sehr zu empfehlen.

Matthias Wiesmann: Solidarwirtschaft. Verantwortung als ökonomisches Prinzip. Futurum-Verlag Basel 2014. ISBN 978-3-85635-245-4

190815 nwo

Oltner Baurechtnehmer wehren sich

Die Bürgergemeinde Olten ist Grundeigentümerin der Siedlung Platanen im Südwesten der Stadt, in der ab 1988 in vier Etappen 50 Reihenhäuser in drei geschwungenen Zeilen erbaut und bezogen worden sind. Erst in den letzten Jahren haben die Bewohner realisiert, dass ihre Baurechtsbedingungen stark voneinander abweichen. Für die vier Etappen gibt es vier verschiedene Schlüssel zur Berechnung und zur Anpassung der Baurechtszinsen. Aktuell hat das zur Folge, dass die Bewohner der Häuser der dritten Etappe bis zu 60 Prozent mehr Baurechtszins bezahlen als ihre Nachbarn. Als besonders störend empfinden sie, dass sie für ihren Anteil von je 170 m2 unbebauten Landes (Wege, einen Baumgarten und einen grosszügigen Spielplatz) viel mehr bezahlen als ihre direkten Nachbarn. Eine Gruppe von Baurechtnehmern hat jetzt - beraten von der NWO-Stiftung Belcampo - dem Präsidium des Bürgerrats ihre Unzufriedenheit in einem Gespräch dargelegt und eine Angleichung der Baurechtsbedinungen für alle 50 Platanen-Partien verlangt. Der Bürgerrat hat versprochen, das Anliegen ernsthaft zu prüfen und im Herbst einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen zu unterbreiten. Seitens der NWO-Stiftung Belcampo wurde der Bürgerrat darauf hingewiesen, dass die Bürgergemeinde als öffentlich-rechtliches Gebilde nicht nur an den Wortlaut der Einzelverträge mit den Baurechtnehmern gebunden ist. Vielmehr gilt für sie das Verhältnismässigkeitsprinzip und das Prinzip der Gleichbehandlung ihrer Vertragspartner bei gleichen Voraussetzungen. Ferner riet unsere Stiftung dem Bürgerrat, für die fünfjährliche Anpassung der Baurechtszinsen ein einheitliches und einfaches Modell zu wählen.

290615 nwo

Die NWO-Stiftung Belcampo unterstützt die Vollgeldinitiative

Der Stiftungsrat der NWO-Stiftung Belcampo hat beschlossen, die Unterschriftensammlung für die Vollgeld-Initiative des Vereins MoMO zum zweiten Mal mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen. Dass die Funktionsweise des Geldes überhaupt nicht zu überzeugen vermagt, wird immer offensichtlicher. Statt des heutigen parteiischen Geldes ist eines gefragt, das neutraler Vermittler zwischen den Akteuren des Wirtschaftslebens ist. Das Vollgeld mit dem Geldschöpfungsmonopol für die Nationalbank ist ein geeignetes Mittel, diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher zu kommen.

160615 nwo

Othmar Metzger gestorben

Die NWO-Stiftung Belcampo beklagt den Verlust eines ihrer Gründungsmitglieder. Othmar Metzger ist am 8. Mai in seinem 85. Altersjahr verschieden. Othmar Metzger gehörte 1986 zum Kreis jener, die dem ersten Stiftungsrat der NWO-Stiftung für natürliche Wirtschaftsordnung beitraten. Als Architekt und langjähriger Verantwortungsträger in Gremien der Liberalsozialistischen Partei der Schweiz (LSPS) brachte er wichtiges Know-how in den Stiftugnsrat ein. Er gehörte über gut zwei Jahrzehnte dem Trio an, welches Anfragen und Projekte zuhanden des Stiftungsrates prüfte. 1991 übernahm Othmar Metzger das Sekretariat der Stiftung, das er 22 Jahre lang mit vorbildlichem Engagement, Harnäckigkeit und Enthusiasmus führte. Daneben exponierte er sich bodenpolitisch auch in der Öffentlichkeit, sei es mit unkonventionellen Anträgen an der Gemeindeversammlung an seinem Wohnort Stallikon ZH oder als Leserbriefautor im "Anzeiger für den Bezirk Affoltern" oder im "Tages-Anzeiger".

160615 nwo

 

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